Ab 18 Jahren nur zum Vergnügen: Einzahlungslimits, Verlustlimits, Sitzungszeitlimits, Selbstsperre und Auszeit liegen in jedem Konto bereit.
Nach diesen fünf Zeilen weißt du, wo dein Limit, deine Sperre und deine Hilfe liegen.
Betrag vorher festlegen. Bevor du zum ersten Mal einzahlst, legst du fest, wie viel Geld monatlich ins Spiel fließen darf, damit der Betrag vorher bedacht ist.
Wenn es schlecht läuft. Sobald du dich zum Spielen hinsetzt, soll dein Verlustlimit schon stehen: Du legst vorher fest, wie viel Minus für dich noch tragbar ist.
Gewonnenes Zeitgefühl. Mitten im Spiel verlierst du leicht das Zeitgefühl; ein Sitzungszeitlimit beendet die Sitzung nach einer festen Spanne, die du vorher selbst wählst.
Am Punkt angekommen. Wenn du merkst, dass der Kopf nicht mehr mitkommt, schaltest du die Selbstsperre im Konto ein; sie schließt dein Spielerkonto, und die Entscheidung ist gefallen.
Pause statt Abschied. An einem Abend, an dem alles zu viel wird, brauchst du keine endgültige Entscheidung: Eine Auszeit pausiert dein Spielen, und du setzt sie selbst im Konto.
Je früher du solche Zeichen bei dir bemerkst, desto leichter lässt sich etwas ändern. Ein Limit im Konto oder eine Auszeit ist dafür der erste Schritt, ganz ohne große Geste.
Achte ehrlich darauf, ob dir einer dieser Punkte bekannt vorkommt.
Klarheit über das Alter. Erst ab 18 Jahren ist Spielen erlaubt. Zur Identitätsprüfung gehören Personalausweis oder Reisepass, ein Wohnsitznachweis und ein Zahlungsmittelnachweis, und zwar vor der ersten Auszahlung.
Was ist auf dem Gerät schon eingestellt? Filterprogramme auf dem Familienrechner und am Handy sperren Glücksspielseiten zuverlässig. Ein gemeinsamer Blick in die Geräteeinstellungen zeigt, was schon aktiv ist und was noch fehlt.
Ruf an, wenn du nicht weiterweißt. Ein ruhiges Gespräch ohne Vorwürfe öffnet mehr als jede Kontrolle. Die BIÖG-Telefonberatung zur Glücksspielsucht ist kostenlos und anonym, und sie berät auch Angehörige unter 0800 1 37 27 00.
Wenn du selbst nicht mehr weiterweißt oder dir um einen Menschen Sorgen machst.
Die Auszeit im Konto. Eine Auszeit schaltest du selbst im Konto frei und legst die Dauer vorab fest. Danach ist der Zugang für diesen Zeitraum gesperrt und lässt sich nicht vorzeitig öffnen. Für eine kurze Unterbrechung von Stunden oder Tagen ist sie gedacht, nicht für einen dauerhaften Abschluss.
Dein Zugang bleibt geschlossen. Die Selbstsperre im Konto schließt deinen Zugang über einen langen Zeitraum. Sie wird wirksam, sobald du sie bestätigst, und bleibt bis zum Ende bestehen; eine Rücknahme vorher ist nicht möglich. Wähle sie, wenn du sicher bist, dass ein kurzer Abstand nicht genügt.
Wenn der Anbieter allein nicht reicht. Das OASIS-Spielersperrsystem führt das Regierungspräsidium Darmstadt. Die Mindestsperre liegt bei einem Jahr; eine kürzere, selbst gewählte Frist kannst du beantragen, jedoch nicht unter drei Monaten. Der Antrag läuft online über die Behörde oder über einen zugelassenen Anbieter; aufgehoben wird die Sperre nur auf schriftlichen Antrag nach Ablauf der Frist. rp-darmstadt.hessen.de
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